Wolfgang radelt um die Welt

Nachlese – Lichtbildervorträge

Mai022013

Liebe Freunde,
in den vergangenen Monaten hatte ich hinreichend Gelegenheit, die fotografische Ausbeute meiner Tour zu sichten und daraus abendfüllende Veranstaltungen zu machen. Da das Interesse an den “Dia”-Abenden überall groß war, will ich an dieser Stelle einen Überblick über die nächsten Termine publizieren:

5. Mai, 15 Uhr: 49170 Natrup-Hagen, Saal “Herkenhoff” (Natruper Str. 54)
8. Mai, 19:30 h: 10787 Berlin, “Urania” (An der Urania 17)
15. Mai, 19:30 h: 48465 Schüttorf, “KunstWerk” (Ohner Str. 12)

Endlich daheim

Okt072012

Samstag, 29. September 2012
Am Abend zuvor habe ich im Schloßhotel Petershagen das Wiedersehen mit meiner Frau Gertrud gefeiert. Nun steht nur noch eine 100-km-”Ehrenrunde” nach Osnabrück auf dem Programm.

Vor dem Schloßhotel Petershagen

Das Wetter lässt leider zu wünschen übrig. Auf dem Teilstück über Espelkamp nach Vennermoor muss ich wegen eines kräftigen Schauers wieder einmal den Goretex-Anzug hervorholen, doch als mich kurz vor Bohmte das “Osnabrücker Land” Willkommen heißt

Kurz vor Bohmte

lässt der Regen zum Glück nach.
Gegen 15 Uhr erreiche ich den Gasthof Beinker in Vennermoor. Robert Braunmiller mit Freundin sowie Friedemann Pannen vom RC Osnabrück-Mitte warten schon in der warmen Wirtsstube auf mich. Bald darauf trifft die Motorrad-Eskorte von Volker Remme und Thomas Holtermann ein. Bis zum vereinbarten Zeitpunkt für den Start der abschließenden “1-Promille-Tour” gesellen sich noch zahlreiche AfA-Mitglieder, Familienangehörige, Rotarier und Sportfreunde hinzu.

Gasthof Beinker, Vennermoor

Nach lockerem, gemeinsamen Radeln durch mein bevorzugtes Trainingsrevier zwischen Hunte und Hase erreichen wir die Heimat- und Friedensstadt Osnabrück:

Pünktlich zum Glockenschlag um 18 Uhr treffen wir vor dem Osnabrücker Rathaus ein:

Endspurt (Foto Werner Michallek)

Dort werden wir von der Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler, dem Präsidenten des Rotary Clubs Osnabrück-Mitte, Jens Munsberg, von mehreren Vertretern der Presse sowie von zahlreichen Freunden erwartet:

Damit ist die Weltumradelung perfekt: Nach 365 Tagen und 30.856 Kilometern bin ich gesund und glücklich zum Ausgangspunkt der Reise zurückgekehrt.
Am Abend findet bei uns zuhause noch eine große Party statt. Die Versteigerung eines meiner Radtrikots bringt weitere 850 Euro “für den guten Zweck”:

(Foto Werner Michallek)

Der Stand des Spendenkontos wächst dadurch auf 38.000 Euro und wird angesichts weiterer zugesagter Spenden die angestrebte Marke von 40.075 Euro vermutlich sogar noch übertreffen.
Im Namen des Vereins “AfA – Aidshilfe für Afrika” sowie von “Feria libre – El Arenal” danke ich allen Freunden und Sponsoren, die dazu beigetragen haben, dieses Ziel zu verwirklichen.

D-F-E-P-E-MA-EAU-ZA-AUS-NZ-T-RCH-BOL-PE-EC-USA-CAN-USA-TR-BG-SRB-H-A-D: Der Kreis schließt sich

Sep222012

Es ist (fast) geschafft! Am 21.9. gegen 14:45 h fuhr „Wolfis Worldtraveller“ bei Passau über die Grenze von Österreich nach Deutschland:

Kurz vor Passau

Kurz vor Passau

Damit bin ich (fast) wieder daheim. Zunächst einmal besuchte ich unsere alte Heimatstadt Regensburg, und wenn in einer Woche nach Zwischenstationen u.a. in Dresden und Leipzig die neue Heimat Osnabrück erreicht wird, hat sich der Kreis vollends geschlossen: In einem Jahr rund um die Welt!
Auch wenn das „Magische Ziel“ von 40.075 km aus Gründen, auf die ich nicht noch einmal eingehen will, deutlich verfehlt wurde, glaube ich mit Fug und Recht behaupten zu dürfen, nach mehr als 30.000 Kilometern in 21 verschiedenen Ländern aller Kontinente die Welt umrundet zu haben. Das Hauptargument für diese Behauptung findet sich im englischen Blog „Another Man Who Cycled the World“.

40.075 km für einen guten Zweck (?) ((!))

Sep162012

Vor einigen Wochen verschickte Gertrud Einladungen zur „Welcome back“-Party, die am 29. September steigen soll:
• zunächst mit einem gemeinsamen Schlussradeln vom Gasthof Beinker (Venner Moor – Start 15:30 h) zum Osnabrücker Rathaus (Ankunft 18:00 h);
• dann, ab 19:00 h, mit Speis & Trank & Musik im Immelmannweg 2.
Wer von unseren Freunden versehentlich keine schriftliche Einladung bekommen haben sollte, sei auf diesem Weg zum Mitfeiern eingeladen.
Auf der Einladungskarte, die Nils Kattau, Freund bzw. Lebensgefährte unserer Tochter Angelika entworfen hatte, hieß es:
„Wolfgang hat es geschafft – 40.075 Kilometer für einen guten Zweck“
Wie kann das sein? Im letzten Blog aus New York wurde doch berichtet, dass Wolfgangs Radleistung am 21. August, als er kurzfristig den Spendenkontostand von 27.412 Euro egalisiert hatte, bei 27.412 Kilometern angekommen war. Wie sollte es möglich sein, in den seitdem vergangenen 24 Tagen weitere 13.000 Kilometer zu radeln. Das scheint doch sogar für einen Tour-de-France Profi unmachbar!
Nun, den „Wettlauf“ zwischen Sponsoren-Euros und geradelten Kilometern kann man auf zweierlei Art interpretieren. Bei der ersten, in Kanada zugrunde gelegten Betrachtungsweise zählten nur jene Kilometer, die seit dem „Startschuss“ am 1. Oktober 2011 erstrampelt wurden. Das ist jedoch irgendwie unfair, denn die Charity-Aktion startete bereits am 5. Februar 2011, als das Projekt „Wolfgang radelt um die Welt“ offiziell „gelauncht“ wurde, bzw. spätestens am 7.2., als die ersten Spenden auf dem Konto eingingen.
Deshalb erscheint es nicht ganz abwegig, für den „Wettkampf“ zwischen Sponsoring und Radelei auch jene Kilometer gutzuschreiben, die ich in der Vorbereitungsphase von März bis September 2011 zurückgelegt habe. Und das sind – laut Trainingstagebuch – immerhin 11.030 km! Bei dieser zweiten Betrachtungsweise wurde das Ziel „40.075 Kilometer für einen guten Zweck“ am 12. September auf der Etappe von Niş nach Belgrad erreicht, als der Radcomputer auf 29.045 umsprang:

Um nicht missverstanden zu werden. Ich will hier nicht anfangen, zu mogeln und meine radlerische Leistung mit einem Trick größer erscheinen lassen, als sie in Wirklichkeit ist. Das Projekt „Wolfgang radelt um die Welt“ war auch als ein „Magisches Ziel“ konzipiert, bei dem es darum gegangen wäre, die fraglichen 40.075 Kilometer innerhalb eines Jahres zu erradeln! Dieses Ziel habe ich klarerweise nicht erreicht, und es war unter den gegebenen Umständen, speziell durch die Erkrankung meines Bruders bzw. die dadurch notwendig gewordenen „Heimaturlaube“, schlechterdings unerreichbar.
Ein anderes Ziel meiner „Tour du Monde“ bestand jedoch darin, durch die Radlerei 40.075 Euro Spenden zu mobilisieren, und in diesem Verständnis habe ich meinen Beitrag geleistet. Nun sind die Sponsoren und Freunde gefordert, mich auf der Zielgeraden vielleicht noch zu überholen. Wie letztens betont, würde ich mich freilich sehr freuen, bei dem „Wettrennen“ nur als zweiter Sieger ins Ziel zu kommen.

New York, New York!

Aug312012

Am 23. August fand meine Trans-Canada Tour an den Niagara Fällen ein würdiges Ende:

Wenige Tage zuvor, auf dem Weg von Parry Sound nach Barrie, hatte ich zumindest kurzfristig eine wichtige ideelle Linie überschritten. Mit Hilfe von etwas Sand konkretisierte bzw. visualisierte ich sie auf den brüchigen Asphalt der “Southwood Road”:

Von sportlichen Grosswettkämpfen wie den Olympischen Spielen kennt man den Trick der TV-Techniker, ins Bild des laufenden Geschehens eine Linie einzublenden, die die für einen neuen Rekord zu überbietende Marke (Distanz, Zeit, …) symbolisiert.
In meinem Fall hetze ich seit dem eigentlichen Start der Tour du Monde mit der Zahl der erstrampelten Kilometer der Zahl der gespendeten Euro hinterher. Als am 1. Oktober 2011 am Osnabrücker Rathaus der “Startschuss” fiel, standen bereits ca. 9.000 Euro zu Buche. Am Ende des ersten Quartals hatte ich zwar die 9.000-km-Marke ueberschritten, aber der Kontostand war in der Zwischenzeit nicht stehen geblieben, und so ging es immer fort.
Erst am 21. August erfolgte der Gleichstand: Beim Frühstück hatte ich noch einmal die aktuellen Bankdaten abgerufen: 27.412 Euro standen auf dem Spendenkonto verzeichnet. Nachmittags gegen 14:50 sprang der Tachometer dann auf 27.412 Kilometer:

Die Freude über den “Sieg” dauerte freilich nicht lange. Als ich abends auf dem Blackberry die e-mail überprüfte, fand ich u.a. eine Nachricht von Gertrud: “Katharina und Thierry Leduc, die uns schon im Juli in ihrem Haus bei Los Angeles so gastfreundlich und warmherzig empfangen hatten, hätten eine Mega-Spende von 1.000 Euro überwiesen!”
Damit war klar, dass ich mindestens bis zum Ende des Nordamerika-Trips mit der Kilometerleistung dem Spendenstand wieder hinterherfahren würde. Doch: wenn ich dieses “Rennen” letztendlich als Verlierer beenden sollte, wäre ich darüber keineswegs traurig. Ganz im Gegenteil: es wäre toll, wenn die Spendengelder mit grossem Abstand siegten.
Im Staate New York kam ich übrigens durch einen Ort namens Marathon:

Bei dieser Gelegenheit erinnerte ich mich nicht nur an die zahlreichen Marathons, die ich in meinem Läuferleben (als die Knie noch heil waren) gelaufen war; sondern ich machte mir auch – nicht ganz ohne Stolz – klar, dass ich in den zurückliegenden 11 Monaten mit “Wolfis Worldtraveller” eine Strecke von ca. 700 Marathons bewältigt habe.
Vor dem Rückflug nach Deutschland bot sich noch die Gelegenheit, einige Highlights der Stadt New York zu besichtigen.

Nachdem ich bereits im Januar den Schauplatz der Australian Open mit dem Rad aufgesucht hatte, liess ich es mir natürlich nicht nehmen, auch dem Arthur-Ash-Stadium, in dem gerade die US Open stattfinden, einen kurzen Besuch abzustatten:

Nach einigen Mühen konnte ich in der Riesenstadt New York letztendlich einen Karton auftreiben, um mein Rad für den morgigen Flug zu verpacken. Ich freue mich auf ein paar Tage Erholung im Kreise der Familie. Am 4. September beginnt dann die Schlussetappe von Istanbul bzw. Canakkale nach Osnabrück.

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